Wer sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt, kennt das Gefühl: Kaum hat man sich in ein neues Werkzeug eingearbeitet, erscheint bereits das nächste. Die Entwicklungen der letzten Wochen haben einmal mehr gezeigt, wie schwer es geworden ist, am Ball zu bleiben. Neue Modelle, neue Funktionen, neue Anwendungsfelder — der Takt der Innovation scheint sich stetig zu beschleunigen.

Eine Herausforderung für alle

Für Lehrkräfte ist diese Situation besonders herausfordernd. Einerseits wächst der Anspruch, digitale Kompetenzen zu vermitteln und selbst technologisch auf dem neuesten Stand zu sein. Andererseits bleibt im Schulalltag kaum Zeit, jede neue Entwicklung zu verfolgen, geschweige denn auszuprobieren. Die Flut an Informationen kann überwältigend wirken.

Doch inmitten dieser Dynamik lohnt es sich, innezuhalten und gezielt nach Werkzeugen zu suchen, die einen echten Mehrwert bieten. Ein Beispiel dafür ist Claude Code von Anthropic. Dieses KI-gestützte Tool arbeitet direkt in der Kommandozeile und kann komplexe Aufgaben eigenständig umsetzen — von der Erstellung von Unterrichtsmaterialien bis hin zur Entwicklung interaktiver Lernanwendungen.

Das Besondere: Man muss kein Programmierer sein, um es zu nutzen. Im Dialog mit der KI beschreibt man einfach, was man benötigt. Die Einstiegshürde sinkt, während die Möglichkeiten wachsen.

Pragmatisch statt perfekt

Mein Rat: Versuchen Sie nicht, jede Entwicklung mitzunehmen. Wählen Sie stattdessen gezielt Werkzeuge aus, die zu Ihrem Arbeitsalltag passen, und nehmen Sie sich Zeit, diese wirklich kennenzulernen. Es geht nicht darum, bei jedem Trend dabei zu sein — sondern darum, die Technologien zu finden, die Ihre Arbeit tatsächlich erleichtern.

Die KI-Revolution wartet nicht. Aber sie verlangt auch nicht, dass wir ihr atemlos hinterherlaufen. Manchmal genügt ein kluger Schritt zur richtigen Zeit.